Wert von 1914

Die Wohngebäudeversicherung zahlt Ihnen bei einem Schaden immer den aktuellen Wert Ihres Hauses aus. Wie funktioniert das?

Anders als übliche Policen, zahlt Ihnen die Wohngebäudeversicherung bei einem Unfall, der das Haus komplett zerstört (z.B. Feuer etc.), nicht den Wert, den das Gebäude beim Abschluss des Vertrages hatte, sondern den aktuellen Neuwert, den Sie für das Erbauen eines gleichwertigen Hauses benötigen. Da sich aber dieser Betrag jedes Jahr ändert, spricht man von einem "gleitenden Neuwert". Als Grundlage für das Errechnen der aktuellen Summe, dient der sog. "Wert 1914". Das ist der theoretisch errechnete Neubauwert zum Zeitpunkt 1914. Dieser wird mit einem regional unterschiedlichen Baukostenindex multipliziert, der auch jährlich aktualisiert wird. Das Ergebnis daraus ist der Betrag, den Sie von der Versicherung ausgezahlt bekommen. Den Neubauwert, den Ihr Haus im Jahre 1914 hatte, bekommen Sie, wenn Sie den aktuellen Neubauwert Ihres Hauses durch den Baukostenindex für das jeweilige Jahr dividieren. Nach dem aktuellen Baukostenindex für Ihre Region können Sie sich bei Architekten oder Sachverständigen erkundigen.

Beispiel:

Der Neubauwert eines Hauses beträgt im Jahr 2008 800.000€. Der Baukostenindex für das gleiche Jahr ist auf 11,52 festgesetzt, daraus ergibt sich der Wert 1914 für das versicherte Gebäude: etwa 69 445 Mark.

 

19.135,09 € (Wert 1914) x 20(Baukostindex für 20xy) = 382.701,88€.

Dieser Betrag wird auch von der Gesellschaft an dem Versicherten ausgezahlt.

Wertermittlungsbogen (www.bundderversicherten.de)

 


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